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Dreieckstuch und Druckverband: Wehr übt Erste Hilfe Drucken E-Mail

                           Auch die Herz-Lungen-Wiederbelebung - durchgeführt an Übungspuppen - war Bestandteil des Erste-Hilfe-Lehrgangs der Feuerwehr.

Wen es am ersten Wochenende des zweiten Monats zur falschen Zeit in den Schulungsraum der Hauptfeuerwache verschlug, der konnte den Eindruck gewinnen, in einer Art Feldlazarett gelandet zu sein: Ringsherum waren die Anwesenden damit beschäftigt, sich Verbände anzulegen, schlaffe Körper in stabile Seitenlagen zu bringen oder unermüdlich die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen. Glücklicherweise lag hier kein Ernstfall im größeren Ausmaß vor, vielmehr frischten die Angehörigen der Feuerwehr Nierstein ihre Kenntnisse der lebensrettenden Sofortmaßnahmen im Rahmen eines zweitägigen Erste-Hilfe-Kurses auf.

Unter die Gesichter der erfahreneren Angehörigen der aktiven Einsatzabteilung, die sich die Gelegenheit zur Wiederholung der wichtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen einige Jahre nach dem letzten Lehrgang nicht entgehen lassen wollten, hatten sich auch einige junge Köpfe aus der Jugendfeuerwehr gemischt, die den Lehrgang auch mit Blick auf ihre in einigen Jahren beginnende Karriere bei den ,,Aktiven“ absolvierten: Denn ohne abgeschlossenen Erste-Hilfe-Lehrgang kann keiner der ,,Neuen“ seine Feuerwehr-Grundausbildung erfolgreich abschließen.

Und so machten sich Alt und Jung gemeinsam zu Beginn mit einigen theoretischen Grundregeln vertraut, bevor schnell und unkompliziert in die Praxis eingestiegen wurde: Wie lässt sich eine am Boden liegende Person am Besten in eine Decke einwickeln? Was mache ich, wenn mein Patient bewusstlos wird? Wie funktioniert ein Druckverband? Und wie nehme ich einem gestürzten Motorradfahrer richtig seinen Helm ab? Mit diesen und vielen weiteren Fragestellungen wurden die Wehrangehörigen im Laufe des Lehrgangs konfrontiert und von der kompetenten und freundlichen Referentin des DRK Groß-Gerau Schritt für Schritt in Richtung der optimalen Lösung dirigiert.

Nachdem jeder Teilnehmer zudem mit der 15-minütigen Herz-Lungen-Wiederbelebung (glücklicherweise an der Übungspuppe und nicht am lebenden Objekt) einen echten ,,Belastungstest“ bestanden hatte und zudem einige Meter Mullbinde um diverse Körperpartien gewickelt worden waren, zeigten sich alle Beteiligten mit dem Resultat des Lehrgangs zufrieden: Zwar wünscht es sich niemand, das gewonnene Wissen im Rahmen eines Einsatzes auch tatsächlich in der Realität anwenden zu müssen, sollte es allerdings erforderlich sein, sind die Niersteiner Wehrleute jederzeit in der Lage, Menschen in Notlage mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen zu helfen.

Foto: J. Peters

 

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