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Bühnenbretter beben bei Ball in Sironasaal Drucken E-Mail

                           'Südseezauber' hatte sich das Männerballett anlässlich des Feuerwehrballs auf die Fahnen geschrieben - ein Auftritt unter anderem als Matrosen folgte...

Matrosen wirbelten über die Bretter, die die Welt bedeuten, Kostüme an der Belastungsgrenze von Augen und Zwerchfellmuskulatur wurden zum Besten gegeben und beinahe schon vergessene Fernsehklassiker zurück auf die Bühne gebracht. Wer dies liest, der mag es ahnen: Es gab einiges zu sehen und zu erleben, als die Niersteiner Wehr im Sironasaal ihren traditionellen Feuerwehrball ausrichtete.

Im Rahmen des offiziellen Teils wurden auch die Beförderungsurkunden durch VG-Bürgermeister Klaus Penzer (rechts) überreicht.

Begonnen hatte der Abend zuvor mit dem offiziellen Teil: Nachdem er die Gäste in den Räumen des Wein- und Parkhotels begrüßt hatte, erstattete Wehrführer Klaus Buhl seinen Jahresbericht. Zu 73 Einsätzen wurde die Niersteiner Wehr im abgelaufenen Jahr 2010 alarmiert, zusammen mit Übungen, Jugendarbeit, Gerätewartung und sonstigen Tätigkeiten leisteten die 75 Wehrmitglieder aus Nierstein und Schwabsburg 9215 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Eine beachtliche Zahl, wie die Gäste am Rednerpult, Niersteins Bürgermeister Thomas Günther, Kreisfeuerwehrinspektor Wilfried Eppelmann, VG-Wehrleiter Edwin Mader und VG-Bürgermeister Klaus Penzer unisono anerkannten und einmal mehr die Gelegenheit nutzten, den Wehrangehörigen öffentlich für ihr Engagement zu danken.

VG-Bürgermeister Penzer fiel zudem noch die angenehme Aufgabe zu, die an diesem Abend anstehenden Beförderungen und Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft vorzunehmen. Während Markus Vollmer die Beförderungsurkunde zum Oberbrandmeister und Reiner Oswald und Norbert Engel zu Löschmeistern entgegennahmen, wurde Harald Schmitt für seine mittlerweile 25-jährige Wehrangehörigkeit geehrt. Bereits zuvor hatte Jugendwart Julian Mader von der Jugendfeuerwehr berichtet und dabei auch auf das in diesem Jahr anstehende zwanzigste ,,Geburtstagsfest“ der Nachwuchsabteilung verwiesen, das im Mai im Rahmen eines VG-Spieletages in Schwabsburg offiziell gefeiert werden soll.

Die Sänger der Alters- und Ehrenabteilung eröffneten den 'gemütlichen' Part des Feuerwehrballs.

Danach wurde es beschwingt; der Bereich links von der Bühne war für die Band ,,Gimmies“ reserviert, die die bewegungsfreudigen Ballbesucher auf der Freifläche konstant mit tanzbarer Musik versorgen sollte. Zwischendrin sah der Ablauf regelmäßige Programmpunkte vor, von denen einige als ,,Klassiker“ einfach jedes Jahr dazu gehören, andere selbst von eingefleischten Gästen des Feuerwehrballs noch nicht gesehen worden waren. Zu Ersteren gehörte mit Sicherheit der Auftritt der Sängergruppe der Alters- und Ehrenabteilung, die den Gästen zum Auftakt des Unterhaltungsprogramms einmal mehr bekannte Feuerwehrlieder präsentierten.

Auch sonst war viel los auf der Sironasaalbühne: Ein Sketch entführte das Publikum in eine Praxis, in der ein vermeintlicher ,,Wunderheiler“ sein Unwesen trieb, ein weiteres kurzes Bühnenstück spielte hauptsächlich in einem Schrank und bei ,,Was bin ich?“ präsentierten die Protagonisten ein Revival der gleichnamigen Fernsehshow, die vor rund zwei Jahrzehnten regelmäßig Millionen Zuschauer vor die Fernseher zog, mitsamt Schwein, schmucken Brillen und prominenten Überraschungsgast.

Im Rahmen des Unterhaltungsprogramms wurde auch der Fernsehklassiker 'Was bin ich' zurück auf die Bühne gehievt.

Der ,,Feuerwehrmann des Jahres“ wurde gesucht, gefunden und mit Pokal und T-Shirt versehen und nicht zuletzt war da ja auch noch das Männerballett, das sich in diesem Jahr ganz dem ,,Südseezauber“ verschrieben hatte und erst als Matrosen und anschließend in ,,luftig-pazifischem“ Outfit die Bühne unsicher machte und die Zuschauer begeisterte. Diese hatten die Chance, durch Teilnahme an der Tombola nicht mit leeren Händen nach Hause zu gehen, wobei dadurch nicht automatisch garantiert war, dass die glücklichen Gewinner ihre Preise auch wirklich gebrauchen konnten – ein gewisser erheiternder Nebeneffekt war also schon vorprogrammiert. Bei so viel Heiterkeit hatten auch nach dem Ende des Programms Gäste und ,,Gimmies“ noch nicht genug, aus Nacht wurde im Sironasaal Tag gemacht und dabei noch viele Stunden gemeinsam getanzt und gesungen…

Fotos: S. Ebling

Weitere Informationen:

 

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